Die Geschichte der Stiftung als Trägerin des Gemeindezentrums mit Synagoge
Mit dem Anstieg der Mitgliederzahlen und der Zunahme von Aktivitäten der Gemeinde kam schon Ende der neunziger Jahre die Frage nach einem Synagogenneubau auf. Angehörige verschiedener christlicher Kirchen und der Jüdischen Gemeinde gründeten im Jahr 2002 den Aktionskreis „Eine Synagoge für Hameln“.
Die Tätigkeit dieses Kreises mündete zwei Jahre später in der Gründung der „Stiftung Liberale Synagoge Hameln“, die von 21 natürlichen und juristischen Personen getragen wurde. Der Name drückte das Ziel der Stiftung aus: Eine Synagoge für die Jüdische Gemeinde Hameln zu bauen, die an die Tradition der dem Liberalen Judentum verbundenen Vorkriegsgemeinde anknüpft.
Diese Richtungsentscheidung hatte allen Entwurfszeichnungen vorauszugehen, denn nun konnte ein Gotteshaus geplant werden, in dem Männer und Frauen gemeinsam sitzen, auf eine separate Frauengalerie konnte verzichtet werden.
Mit Hilfe zahlreicher Spenden von Einzelpersonen, Firmen und Institutionen aus dem In- und Ausland wurde das Grundstück der früheren Synagoge erworben und es wurden Pläne für den Neubau entwickelt. Ursprünglich war ein internationaler Architektenwettbewerb geplant, aber dann meldete sich aus den USA der Architekt Arnold Oppler, Ururenkel des Erbauers der 1879 eingeweihten und 1938 gebrandschatzten Hamelner Synagoge.
Die Gemeinde ergriff die Chance, eine weitere Traditionslinie aufzugreifen, und beauftragte die Architekten Oppler und Frank Taylor in Zusammenarbeit mit dem Hamelner Architekturbüro Nasarek mit Entwurf und Bauausführung.
Im Mai 2010 fand die Grundsteinlegung statt, im September desselben Jahres konnte bereits das Richtfest gefeiert werden und am 20. Februar 2011 wurde der fertig eingerichtete Neubau eingeweiht. Die Baukosten in Höhe von 1,05 Millionen Euro wurden zu je einem Drittel durch das Land Niedersachsen, der Stadt Hameln gemeinsam mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont sowie der Stiftung Liberale Synagoge Hameln finanziert.
Den aktuellen Vorstand der Stiftung bilden :
Olga Gerr, Michael Maxein und Peter Wendt (Vorstand) sowie Heinz Hagemann (Schatzmeister)
Dem Kuratorium gehören u.a. an:
Hans-Georg Spanenberger (Kuratoriumsvorsitz) …
Natürlich sind wir als Stiftung und Trägerin der Synagoge nicht nur auf ideelle sondern auch finanzielle Unterstützung angewiesen. Wir sind als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt.
Weitere Informationen finden Sie hier: Spenden
Das Architekten-Tagebuch zum Bau der Synagoge
Das neue jüdische Gemeindezentrum mit der Synagoge wurde an der Stelle der ursprünglichen Hamelner Synagoge (die in der Pogromnacht zerstört wurde) errichtet und dient der Reformgemeinde Hameln. Das Gebäude umfasst einen Mehrzwecksaal, ein Integrationsbüro, eine Bibliothek und mehrere Unterrichtsräume. Es wurde vom Architektenteam von Peter Nasarek errichtet. Die Projektleitung hatte Cedo Bojic.






















